Literatur im Netz – Directors Cut
Alexander Broy 2. Juli 2010
Mein Beitrag über Literatur im Netz, der in der 1.Juli Ausgabe der Weltkompakt zu lesen war, wurde von den Redakteuren ein wenig eingekürzt. Das hat mich nicht wirklich gestört und ich habe es auch nicht als Zensur empfunden, das sei gleich vorweg klar gestellt. Für die, die es interessiert, hier der Directors Cut:
Mein Buchhändler hat nur die TOP 100 der Verkaufscharts vorrätig und die handeln dann vorzugsweise von Zauberlehrlingen, Teenager-Vampieren oder sind “Historische Romane” vom Format: „Der/Die xxxxx (beliebige mittelalterliche Berufsbezeichnung einsetzen)“. Andere Bücher bestellt er mir gerne, die kann ich dann am nächsten Tag bei ihm abholen: Ich lasse sie mir lieber von Amazon nach Hause liefern. Empfehlen kann mir der Buchfachverkaufsangestellte auch nichts, hat er doch noch nicht mal seine “Die Wachsbläserin” und “Der Wanderschuster” gelesen, geschweige denn Literatur, die mich interessieren könnte. Literaturnobelpreise gehen an Bücher, die einen eher in den Schlaf schaukeln, als dass sie einen atemlos Umblättern lassen, Preise helfen nur den Verlagen, nicht den Lesern.
Nicht nur Helene Hegemann weiß: Wer Literatur sucht, muss ins Internet. Dort findet man noch die vielen kleineren und größeren Oasen in der Wüste des Hauptstroms.
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Nein, es gibt noch ein paar dieser echten Outlaws, die sich einen Dreck um unsere “Lass-uns-erst-mal-drüber-reden-Kultur” scheren. Natürlich tragen sie keine in der untergehenden Sonne funkelnden Colts mehr im tief hängenden Gürtelholster. Auch Cowboyhut, Stiefel und Sporen gehören nicht mehr zu den Accessoires der letzten Glücksritter unserer Gesellschaft. Aber ich will es nicht künstlich spannend machen: Die letzten echten Westernhelden sind die Internet-Abmahn-Anwälte.
Die ZEIT hat es als erstes (Print)Medium verstanden, Inhalte zielgruppengerecht aufzubereiten. Nur so kann man die schwindende Zahl an Totholzlesern bei Laune halten und gleichzeitig der “hippen”, neuen Onlinezielgruppe um den Bart streichen. Den Artikel über die
Man sieht gnadenlos unproffesionell aus mit so einem
Auf der re:publica und auf dem BarCampRuhr, waren natürlich fast mehr mit, als ohne Poken unterwegs, aber da ist es ja auch peinlich eine Papiervisitenkarte zu zücken. Das Internet war nur ein Hype, Twitter ist auch nur ein Hype und vielleicht sind Poken auch nur ein solcher, aber ich habe ihn jetzt schon liebgewonnen, meinen kleinen peinlichen Freund. Beziehen kann man Poken für 15 Euro bei 


